Wissenschaftliche Begleitung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung bei der Umsetzung des Transfervorhabens „Primokiz“

In den Jahren 2015 bis 2018 hat die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) die Umsetzung des Primokiz-Modells im Rahmen des Bundesprogramms Qualität vor Ort (QvO) mit 20 Kommunen in Deutschland erprobt.

Im Anschluss wurde im ersten Teil des Transfervorhabens Primokiz in einer Machbarkeitsstudie (SOFOKLES) untersucht, ob und inwiefern es Bedarf in Deutschen Kommunen für die Anwendung des Primokiz-Modells gibt. Diese kommunale Bedarfserhebung hat deutlich werden lassen, dass die angespannte Haushaltslage in zahlreichen Kommunen in Deutschland strategische Gestaltungsmöglichkeiten im Feld der frühen Bildung einschränkt. Insbesondere in die Zukunft gerichtetes, planvolles, vernetztes und strategisches Handeln wird vor dem Hintergrund knapper Ressourcen bei gleichzeitig hohem Handlungsdruck zugunsten reaktiver Ansätze zurückgestellt. Wenngleich die im Feld beschäftigten Fachkräfte deutlich komplexer werdende Ansprüche an ihre Tätigkeit wahrnehmen, ergibt sich daraus bisher noch selten ein konsistentes Bild kommunaler Bemühungen die bestehenden, ressortgebundenen Strukturen im Feld konsequent und strategisch zusammenzudenken.

Einer der wesentlichen Gründe für die bestehenden Handlungsbeschränkungen lässt sich auf ein nicht flächendeckend vorhandenes Problembewusstsein politischer Akteure für die gestiegenen Herausforderungen der Qualitätssicherung in Praxis zurückführen. Dieser Befund ist jedoch nicht mit einem generellen Desinteresse der politischen Akteure gleichzusetzen. Vielmehr ist zu vermuten, dass gute Informationsangebote bislang nur schwer zugänglich sind und nur selten für den Personenkreis politischer Entscheider*innen aufbereitet werden.

Um diese Lücke zu schließen, suchen wir im Auftrag der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung einen persönlichen Zugang zu politischen Entscheider*innen, um die Spannungsfelder, denen sich Kommunalpolitik ausgesetzt sieht, besser zu verstehen und deuten zu können. Darauf aufbauend soll in einem zweiten Schritt eine Kommunikationsstrategie entwickelt werden um politische Akteure in der Zukunft gezielt mit relevanten Informationen zu versorgen und für die Herausforderungen im Feld stärker zu sensibilisieren.

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